So können Sie nachträglich die Vokatio, die Lehr- befähigung für evangelischen Religionsunterricht, erwerben

1.

Wer in den Kurs einsteigen möchte, meldet sich bei dem/der für ihn zuständigen Schuldekan/Schul­de­ka­nin. Er oder sie sollte Mit­glied der Evangelischen Landeskirche in Württemberg sein, be­reits mindestens ein Jahr unter Aufsicht des Schuldekans Reli­gionsunterricht geben, und das zweite Staatsexamen sollte min­destens drei Jahre zurückliegen. Nach einem Beratungsgespräch kann der/die Kandidat/in in den Kurs einsteigen.

• Einstieg flexibel und jederzeit
• Mitglied der Ev. Landeskirche
• 1 Jahr eigene RU-Erfahrung
• 3 Jahre nach 2. Examen
• Anmeldung beim Schuldekan
• Beratungsgespräch
• Fortführung des RU unter Aufsicht

  des/der Schuldekans/Schuldekanin

2.

Gleichzeitig steigt man in das modulare Vokationskurssystem im Sinne von berufs-begleitenden Weiterbildungs­veranstaltungen ein. Der Vokationskurs orientiert sich an den sieben Dimensionen des Bildungsplanes 2004. Jeder muss dazu Fortbil- dungen nachweisen, welche sowohl die theologischen Grundlagen als auch unterrichtspraktische Ideen zur jeweiligen Dimension vermitteln. 

 

• Beginn mit berufs­beglei­tenden

  Fortbildungen

3.

Enge Abstimmung mit dem/der zuständigen Schuldekan/Schuldekanin, eine kon- tinuierliche Kursberatung, das persönliche Gespräch sowie Unterrichtsberatung während des Kurszeitraumes sind unerlässlich.

 

• Kursberatung und Gespräch

4.

Die modulare Struktur des Vokationskurses ermöglicht den Teil­nehmenden, den Kurs mit individuellen Schwerpunkten und mit unterschiedlicher Dauer — in der Regel innerhalb von drei Schul­jahren — zu durchlaufen. Sie können sich auch länger Zeit lassen oder das Kurspensum schon in 2 Jahren erarbeiten. Damit kom­men wir der unterschied­li­chen Zeit- und Interessensituation unserer Lehrkräfte ent­gegen.

 

• Regeldauer 3 Jahre

• individuell flexible Gesamtdauer

5.

In den regionalen Fortbildungsprogrammen der teilneh­men­­den Schulde­ka­ne/Schuldekaninnen werden regel­mä­ßig geeignete Fortbildungen angeboten werden. Sie sind entsprechend als Vokationsmodule gekennzeichnet. Diese Module sind auch offen für die Teilnahme weiterer inter­es­sierter RU-Unterrichtender.

 

Folgende Schuldekansbezirke bzw. SchuldekanInnen nehmen am Modula­ren Vokationssystem teil:

 

■ Ludwigsburg und Besigheim, Dr. Johannes-Christoph von Bühler

■ Backnang und Marbach, Silvia Trautwein

■ Schorndorf und Waiblingen, Martin Hinderer

■ Ditzingen und Leonberg, Sören Schwesig

■ Vaihingen/Enz und Mühlacker, Gabriele Karle

■ Bernhausen und Esslingen, Heiner Köble

■ Kirchheim/Teck und Nürtingen, Dorothea Moser

■ Bad Cannstatt und Zuffenhausen, Manfred Scholl

■ Stuttgart und Degerloch, Hans-Peter Krüger

6.

Was wird erwartet?

■ Jeder besucht zu jeder der 7 Dimensionen 1 ganztägige oder wahlweise 2 halbtägige Fortbildungsveranstaltungen. Es müssen Module zu allen Dimensionen belegt werden. Die Fortbildungen können entweder bei den SchuldekanInnen, beim PTZ oder bei einer anderen landeskirchlich aner­kann­ten Bildungseinrichtung besucht werden. Dies sollte in Zwei­felsfällen vorher mit dem/der zuständigen Schuldekan/Schuldekanin be­sprochen werden. Von jeder Fortbildung benötigt man eine beglaubigte Teilnahmebescheinigung (ein Testat).

■ Darüber hinaus ist die Teilnahme an 2 theologisch-religions­pädagogischen Studien-Wochenenden zu einer der Dimensionen verpflichtend. Solche Wochenenden werden regelmäßig von den SchuldekanInnen an­geboten. Werden mehr als 2 Studien-Wochenenden be­sucht, so kann ab dem dritten ein solches als 1 ganztägiges Modul zur entsprechenden Dimension angerechnet werden.

■ Des weiteren ist die Teilnahme an 6 aufeinander fol­gen­den Treffen einer Praxis-Austauschgruppe verpflichtend. Der Zeit­raum kann während der gesamten Kurszeit frei gewählt werden. Solche Praxis-Austauschgruppen werden von den SchuldekanInnen regelmäßig angeboten.

 

 

• insgesamt 14 halbtägige oder

  7 ganztägige Fortbildungen

  zu den Dimensionen (Bildungsplan)

• alle 7 Dimensionen müssen

  gleichwertig vorkommen

• freie Wahl aus den aktuellen

  FoBi-Angeboten aller teilneh-

  menden SchuldekanInnen oder

  des PTZ.

 

• 2  Studien-Wochenenden

 

 

 • 6 Treffen einer Praxis-

     Austauschgruppe

7.

Wenn alle Kursleistungen erbracht und nachgewiesen sind, findet ein Vokations-gespräch mit dem/der zustän­di­gen Schuldekan/Schuldekanin statt. Daraufhin kann die Vokatio beim OKR beantragt werden. Die Verleihung der Vokatio soll bei dem/der jeweils zuständigen Schuldekan/Schuldekanin im Rahmen des örtlichen Vokations­gottes­dienstes stattfinden.

 

• Vokationsgespräch bei

   Schuldekan/Schuldekanin

• Vokationsantrag an den OKR

• Vokationsübergabe im örtlichen

  Vokationsgottesdienst

8.

Die Kosten für das Wochenende sowie die Fahrtkosten zu den Kursen können leider nicht erstattet werden.